Endlich Tibet!
Prolog:
Habe bis heute einige Projekte und Präsentations abgeben müssen, daher waren die letzten Wochen mit einigen Unannehmlichkeiten geschmückt. Außerdem musste ich ja ein Brauchtum pflegen und die Karnevalsparty organisieren. Und das hat einfach mal Priorität!
Aber jetzt finde ich endlich mal ein paar Minuten Zeit, dem verschollenem Kind meiner Berichte Aufmerksamkeit zu Schenken, das lang ersehnte Versprechen ein zu lösen und mich dem Tibetblog zu widmen.
Als ich durch Tibet gereist bin und diese wahnsinnig beeindruckende Natur und Kultur gesehen habe, habe ich mir oft gewünscht das Menschen, die mir wichtig sind, Familie, Freunde und natürlich Janina, das miterleben würden. Es war so als würde ich ein wunderschönes Geheimnis, eine Musterlösung oder eine tolle Geschichte kennen, dürfte sie aber niemand weiter sagen. Jetzt werden vielleicht ein paar Leute lachen, weil ich sonst so gut bin in Geheimnissen halten, aber das spielt hier keine Rolle… Aber nachdem ich alleine, bzw. mit zwei Kumpels da war, musste ich halt oft daran denken und umso mehr habe ich mich auf die Berichterstattung in meinem Blog gefreut. Ehrlich gesagt, habe ich mir schon die Texte manchmal im Kopf zurecht gedichtet für jedem einzelnen Tag, oder besser jedes einzelne Erlebnis. Ich hatte auch schon probiert vor Ort meine Gedanken und Impressionen auf zu schreiben, aber in einem „Offroad-Jeap“ auf passender „Off-road Piste“ ist das Schreiben nicht so einfach. Es sah mehr aus wie chinesische Schriftzeichen, aber ohne Wiedererkennungswert.
… Was ich eigentlich sagen will ist, dass ich direkt nach meiner Ankunft anfangen wollte meinen Tibetblog zu schreiben. Es aber vor lauter „dies und das“ nicht geschafft habe und Euch auch nicht einfach Irgendwas abliefern wollte. Deswegen habe ich Ihn halt so oft aufgeschoben. Aber jetzt ist es endlich so weit. Ladies und Gentlemen, Freunde und Freundesfreunde, Mama, Paps und Tolle Tante, geliebte Janina, ohne Euch noch länger auf die Folter zu spannen hier ist Endlich Tibet.
Fakten:
Es fällt mir gerade schwer meine eigentlich durchdachte Struktur einzuhalten und die Reise Chronologisch durch zu kämen. Ne, dass ändere ich jetzt mal spontan. Ich fange an in dem ich Euch erstmal ein paar rundum Fakten der Reise liefer. (Bin halt doch mehr Ingenieur als ich dachte). Nichts für ungut.
Also wir sind am Freitags nachmittags los geflogen nach Chengdu, abends angekommen, Visum für Tibet besorgt und am nächsten morgen um 7 nach Lhasa geflogen. Der Flug um 7 Uhr morgens hat sich als äußerst brilliant herausgestellt, werde ich aber später noch berichten.
Wir waren insgesamt 8 Tage in Tibet unterwegs. Hatten einen Fahrer mit Jeep gemietet, der Uns überall hingefahren hat wo wir wollten bzw. wo wir durften, da das in Tibet nicht ganz übereinstimmt.
Nach den 8 Tagen sind wir dann auf der neu gebauten Zugstrecke über zum Teil Permafrost-Boden (Ewiges Eis) 4500 Kilometer in 48 Stunden zurück nach Peking gefahren.

Eindrücke:
Ich werde Euch anhand der Photos durch Tibet leiten. Also, fange ich jetzt mal mit dem eben erwähnten Zufall an. Wir haben den Flug von Chengdu nach Lhasa um 7 Uhr morgens gebucht, damit wir möglichst jede Sekunde von Tibet mitnehmen. Diese Entscheidung hat sich, zufälligerweise echt gelohnt, da ersten der Flieger nicht voll war, dass wir alle am Fenster sitzen konnten und die Möglichkeit zum rausgucken hatten und zweitens, was viel wichtiger ist den atemberaubenden Ausblick beim Sonnenaufgang genießen konnten. Man sah aus dem Fenster erstmal nur Wolken in leichtem Dämmerlicht unter sich. Langsam ging dann hinter einem die Sonne auf und die ersten 6000er Berge stachen mit Ihrer Spitze hindurch.
Umso näher wir auf dem 2stündigen Flug Lhasa kamen, desto weniger Wolken wurden es und um so mehr hat man von der Natur gesehen. Der Landeanflug selber war ein Erlebnis da man mitten in den Bergen auf 3700 Meter landet und es einem von der Aussicht mehr wie ein Notlandung mitten in der Natur vorkommt. Es ist ein ganz komisches Gefühl. So als würde man durch die Alpen mit einem Jumbojet 200 Meter über dem Boden fliegen und die Landschaft genießen. Siehe Foto…



Landeanflug
Lhasa und der Dalai Lama:
Wow. Also, um jetzt einen Geschichtsexkurs zu machen bin ich der falsche und ich muß Euch bitten, dort selber Nachforschung zu betreiben. Ich werde Euch trotzdem das sagen, was ich zu Wissen meine, aber definitiv ohne Gewähr.
Der Dalai Lama, auf Tibetanisch „Ozean des Wissens“ ist das religiöse Oberhaupt der Tibetaner. Dieser wohnt im Potala-Pala
ce Das hört sich jetzt zwar an wie ne Dönerbude auf der Pontstraße, ist aber ein echt pompöses und beeindruckendes Bauwerk. Der Potala Palace ist die „offizielle Residenz des Dalai Lama , des tibetischen geistlichen und weltlichen Staatsoberhauptes“.
Der heutige 14te Dalai Lama wurde 1959 während der „chinesischen Eroberung“ Tibets aus dem Land verdrängt. Beziehungsweise ist er geflüchtet nach Indien, wo er seit dem im Exil wohnt…
Für mehr Infos verweise ich auf: http://www.tibetfocus.com/dalailama/kurzbiografie.html
Der interessante Teil kommt jetzt. Ich versuche es neutral auszudrücken und hoffe Ihr könnt ein bisschen zwischen den Zeilen lesen:
Am Flughafen von Chengdu habe ich mir ein Buch gekauft, um mich über Tibet zu informieren. Es heißt „Chinas-Tibet“. Die Geschichte war in Wirklichkeit folgendermaßen:
Der Dalai Lama und seine Regierung haben das Tibetanische Volk über Jahre hinweg unterdrückt, gefoltert und gemordet. Bis Schließlich 1959 die Chinesen unter Mao die Tibetaner von ihrem Leiden befreit haben und zusammen mit den tibetanischen Volk gegen die Lamaisten gekämpft haben. Seitdem sind alle glücklich.
Nicht desto trotz ist der Potala Palast ein beeindruckendes Denkmal, dass über Lhasa, tibetanisch „Sacred Palace“ erhobenen Hauptes strahlt.
Wir sind sehr früh aufgestanden, um ein paar Bilder bei Sonnenaufgang zu machen.

„In einem Land vor unsere Zeit“:
Jeder der diesen Film kennt, kann Sich denken wie wir drei uns gefreut haben als wir schließlich aus Lhasa raus in die Natur Tibets gefahren sind. Wir waren wie kleine Dinosaurier die Grünland gefunden haben. Die von Euch, die Ihn nicht kennen, versucht an „Jurassic Park“ zu denken, während ich weiter erzähle.
Tibet ist ein Paradies. Echt! Echt und wieder Echt!
Wir saßen in unserem Jeep, sahen aus dem Fenster und fuhren durch wunderschöne Landschaften alles auf 4000 Meter aufwärts. Die Bilder müssten für sich sprechen.
Aber in Natura war halt alles viel toller. Ich hätte nie gedacht, dass auf so einer Höhe soviel Schönheit ist und noch viel weniger, dass so eine Artenvielfalt an Landschaften vorhanden ist. Man überquert ein Pass und ist in der Wüste. 4 Stunden später einen nächsten Pass und man fährt einen Bachlauf entlang durch Geröll und Gestein. Nächster Pass und alles ist Grün. In der Ferne sieht man da ab und an ein paar Schnee bedeckte 8000ner. Hier und da mal ein paar 7000ner. Das höchste auf dem ich selber war, waren 6200 Meter, aber da komm ich später noch mal drauf zurück.




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Es sind zwei Impressionen die ich Euch schildern will.
Erste:
Wir fahren ein Paar Stunden aus Lhasa raus und recht lange einen Pass hoch. Alles noch recht am Anfang der Reise. Der Pass zieht sich Serpentine um Serpentine und ich denke mir schön.
Oben angekommen stockt mir der Atem. Nicht wegen dem Luftmangel und der Höhenkrankheit, sondern wegen dem was ich sehe. Wir sind auf der Spitze dieses Passes und gucken auf einen See der so blau wie die „Argentinische Flagge“ ist. Dahinter sieht man einen schneebedeckten 7000ner und die weißen Wolken auf dem dunkel dunkel blauen Himmel stechen förmlich raus. Das Bild war surrealer als Dali je werden konnte. Es sah schon kitschig aus. Krass. Da oben steht man als König der Welt, Schöpfer allen Seins und fühlt sich als wäre man auf einem fernen Planeten oder Hauptfigur in einem Hohlbein Roman.
Naja, später sind wir auch runter an den See gefahren und das Wasser war echt hellblau türkis wie aus dem Chemiekasten.
Zweite:
Nachdem wir auf dem Everest Basecamp waren, wovon Ihr natürlich später auch ein ausführlichen Bericht bekommt, sind wir laut Fahrer die schlimmste Strecke Tibets gefahren. Jetzt sind meine Freunde der Reinen Logik gefragt: Schlimmste Strecke Tibets impliziert schlimmste Strecke China, das Impliziert…
Auf jeden Fall war die Strecke echt „Hardcore Offroad Piste ff (vom Feinsten)“. Durch Flussläufe, an Hängen entlang (Mama keine Sorge ich lebe noch) und über undurchdringliches Gelände. Auf einmal bleiben wir Stehen für einen so genannten „Pee-stop“. ( Zwei Worte Englisch konnte unser Fahrer: „Foto-Stop“ und „Pee- Stop“)
Wir bleiben stehen und stehen mitten in einem Riesen Tall hinter uns die schneebedeckten 7000ner um uns herum wunderschöne Berge, überall wilde Esel, Hund und Yaks.
Es war wie bei Jurassic Park. Wir gehörten einfach nicht dahin mit unserem Jeep. Als wären wir Schwarz-weiß in einem Farbfilm. Das war so ein Moment der ewig war. Leider haben wir keine Fotos davon, da Mo als er seinem Fotoapparat „informieren“ wollte. Keine Ahnung warum, formatiert hat. Is aber nit so schlimm, Mo. ;-)
Mount Everest
Natürlich gehört zu jeder Tibet Reise ein Abstecher zum höchsten Punkt der Erde oder eher zum Fuße des höchsten Punktes der Erde.
4. Tag: Wir übernachten in Tingri, stehen recht früh auf und nehmen tibetanisches Frühstück zu uns (selbst beim schreiben krieg ich ne Gänsehaut wenn ich an diese Mahlzeit denke). Auf dem Tagesplan steht Mount Everest Basecamp. Eigentlich müsste die Motivation auf dem Höchstpunkt sein, da man ja zum Höchstpunkt fährt. Aber alle, eher 2 von 3, aber ein demokratisch erzogener Junge wie Ich sieht dort ein zweidrittel Mehrheit und spricht vorerst mal von allen. Also, wir waren mehr oder weniger ein bißchen angeschlagen durch die sogenannte „Höhenkrankheit“, die bei mir auch noch ein eigenes Kapitel kriegt und waren daher noch leicht „verkatert“ unterwegs.
Ich spul mal schnell ein Tag zurück. Wir fahren durch ein Gelände, indem recht viele tibetanische Bauern lebten und haben daher auch was von der Einheimischen „Urmenschen“ gesehen. Das ist jetzt nicht beleidigend gemeint. Die Menschen sind unglaublich. Die freuen sich, winken und starren einem lange in die Augen. Ich habe mich jedes Mal gefreut Jemanden zu sehen. Aber deren Leben ist so weit entfernt von unserem Dasein. Lehmhütten, Felle als Kleidung, bunter Schmuck überall sogar an den Tieren, Agrarwirtschaft mit ZugYaks….
Also, wir fahren durch diese Bauerndörfer und auf einmal sagt unser Fahrer, Jing Bei, auch Tom Jones von Tibet genannt, ZUnglumasnd. Wir haben freundlich noch mal gestikuliert, dass wir nichts verstanden haben, worauf ein zweites Zunglumanddas folgte. Jing Bei zeigte dann nach vorne und sagte diesmal Mount Everest. Zwischen zwei kleinen Bergen haben wir dann schließlich einen Berg gesehen. Ich war mir sicher das ist der Mt. Everest den ich vom sehen kenne. Aber habe ich schon mal vorher den Mt. Everest gesehen?! Ich glaube nicht, aber trotzdem kannte ich ihn. Er sah gar nicht so übergroß aus. Ich meine immerhin waren wir schon auf 4500 Meter, so gesehen ist er dann nur noch ein 4000ner, aber trotzdem beeindruckend. Er ragte halt einfach raus, die Spitze in den Tiefblauen Tibethimmel stehend, stolz und unantastbar. Ein wahrer Gigant. Aber wenn nicht er wer dann?!
Das war der erste Blick.
Im Gegensatz zu dem weltweit bekannten Dreiteiler aus den Neuzigern „Zurück in die Zukunft“, springe ich jetzt mal vorwärts in die Vergangenheit und kehre zum 4. Tag zurück.
Also, nach dem Frühstück unterwegs Richtung Basecamp. Ausgerüstet mit viel Wasser, Sauerstoffflaschen und Kopfschmerzen sehen wir voller Zuversicht unserer Tageetappe entgegen.
Nach längeren cruisen, fahren wir, mal wieder, einen Paß hoch. Nur diesmal scheint der Paß einfach nicht zu enden. Da ne kurve, noch ne Kurve, zur Abwechslung ne S-Kurven und dann wieder ne Kurve. Schließendlich erreichen wir dann doch die Spitze des Passes und schauen auf ein Bergpanorama (siehe Foto). Ich glaube das Bild spricht für sich. Später hat sich herausgestellt, dass wir dort auf 6200 Meter waren.
Nach ein paar Fotos, Besinnung und Genießens waren wir dann wieder auf dem Weg zum Basecamp.
Der Basecamp des Mt. Everest kann bzw. darf mit dem Jeep nicht angefahren werden, daher bleibt man vorher in einer Art Lager stehen und dann kann man, muss man noch 7 Kilometer zu Fuß gehen. Manch einer denkt sich jetzt vielleicht 7 Kilometer, naja geh ich halt mal ne Stunde spazieren, aber wie vorher schon mal angedeutet ist die Luft da oben recht dünn.
Das Lager liegt circa auf 4800 Meter und der Basecamp auf 5200. Also man muß in 7 Kilometern 400 Höhenmeter überwinden, welches eigentlich recht locker scheint.
Der einzige Nachteil ist der Mangel an O2 in der Luft, und folglich beim Atmen, in der Lunge, in den Muskeln und im Kopf. Also es ist nicht schlimm, man muss nur sehr viel Atmen, langsam gehen und ab und zu in einer Pause ein bisschen Sauerstoff aus der Flasche schnuppern. Schließendlich wiedererwartend enden diese 7 Kilometer doch noch und man erreicht das Basecamp. Im Basecamp steht man nun vor der Spitze des Berges, erschöpft vom Aufstieg und... Und was? Ich meine jedes Kind, jeder Mensch kennt Ihn, den Höchsten Punkt der Erde. Frage in jedem Quiz Spiel. Jeder Weiß es gibt ein Berg namens Mount Everest, aber irgendwo weit weg, irgendwo im Himalaya Gebirge. …Und jetzt steh ich genau davor.



Höhenkrankheit
Um das Kapitel Tibet zumindest auf dem Papier oder eher, bedingt durch die hyperspace Welt in der wir heutzutage leben, auf dem Server zu beenden- werde ich abschließend noch mal ein html code zu dem Thema Höhenkrankheit programmieren. Bitte entschuldigt die Computer-Fachtermini, aber die Generation von meinem Bruder muß das ja auch etwas verstehen.
Als wir uns im voraus über Tibet erkundigt haben, stand in vielen Berichten und Reiseführern man soll bitte nicht die Höhenkrankheit unterschätzen. Daher fühle ich mich auch verpflichtet Euch darüber aufzuklären. Des Weiteren will ich Euch natürlich Tibet als Reiseziel empfehlen, daher liegt es mir besonderst am Herzen, dass Ihr diesbezüglich vorgesorgt habt und der Situation gewappnet seid.
Also, bitte erkundigt Euch selber noch mal, da ich als Hobby-Diagnostiker nicht zwangsläufig die richtigen Informationen liefer.
Es gibt zwei verschieden Arten von Höhenkrankheit einmal die Akute… und dann die andere …. . Letztere ist sogar tödlich, wenn man nicht schnellstens Hilfe bekommt.
Höhenkrankheit hängt damit zusammen, dass der Partialbruch-Sauerstoffgehalt im Blut zu gering ist und damit die lebenswichtigen Organe mit zuwenig Sauerstoff versorgt werden. Die Kurve steigt halt exponentiell mit der Höhe. Für alle nicht Mathe LK´ler bedeutet das, umso höher ich komme, desto zigfach schlimmer wird es.
Die Höhenkrankheit setzt bei so circa 3500 Meter ein und erst nach mindestens 24-48 Stunden. Das heißt man kann ohne Probleme einen halben Tag auf 6000 Meter verbringen ohne irgendwelche Probleme. Erst nach ein bis zwei Tagen merkt der Körper, dass er permanenten Sauerstoffmangel hat. Das zeichnet sich dann in Form von Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindelgefühl aus. Also fast so wie der schlimmste Kater deines Lebens.
Hört sich jetzt alles nicht so tragisch an, aber das Problem ist wenn man sich weiter anstrengt, damit ist auch gehen gemeint, desto mehr Sauerstoff verbrennt man, desto STECHENDER klopft die Spitzhacke im Kopf.
Jetzt gibt es eine gute und eine gute oder schlechte Nachricht je nachdem wer das liest. Also erstmal die gute. Nicht jeder ist davon betroffen, also es kann sein das manche Leute einfach unempfindlich sind. Siehe Thomas, als Mo und ich uns zum Basecamp hoch geschleppt haben ist Thomas herum gesprungen wie ein angeschossener Elch und hat hier und da ein Foto gemacht ohne jegliche Probleme. (Daher 2 von 3, etwas oben im Bericht.)
Zweite Nachricht ist, ob gut oder schlecht, es hat nichts mit Alter und Körperliche Verfassung zu tun.
Jetzt die Beste Nachricht, klar kann man sich auch davor schützen. Als erstes und wichtigstes ist, nimmt Euch ein bißchen Zeit für die Gewöhnungsphase. JEDER kann sich daran gewöhnen und das dauert auch nur zwei bis drei Tage. Dann kann der Körper sich auf diese Sauerstoffmangelgeschichte einstellen. Die meisten landen in Lhasa und verbringen dort erstmal eine Woche. Danach ist die Höhe gar kein Problem mehr. Als zweites die entsprechenden Tabletten besorgen. Es gibt ne Medikation die speziell dafür gemacht ist und irgendwelche Verdünnungsprozesse im Blut … . Auf jeden fall hilft es. Sogar präventiv. Die haben wir uns auch vorher besorgt. Als drittes würde ich empfehlen auf jeden fall eine Sauerstoffflasche mit auf Reise zu nehmen. Keine Sorge, die gibt es dort überall. Echt an jedem kleinsten Laden und Hotel. Nur besser ist es diese zu kaufen bevor man Probleme kriegt. Weil man mal zufälligerweise 12 Stunden vom nächsten Kaff entfernt ist. Diese Sauerstoffflasche(mit 3f) liefert puren Sauerstoff, welches ein großteils des Sauerstoffdefizits kompensiert.
Kurz noch meine eigene Erfahrung zum Thema Höhenkrankheit. Wir hatten nur 10 Tage Zeit, haben daher die Gewöhnungsphase ein bißchen kompremiert. Mich hat es dann auch am dritten Tag erwischt, kurz nachdem ich sicher war Immun dagegen zu sein. Am ende des Tages ging es mir dann auch ganz schön schlecht. Das ist ein komisches Gefühl wenn man einatmet und die Lunge voll ist aber man noch nicht fertig mit dem Inhalieren ist.
Also saß ich da in klein Tingri, am ‚ A…. der Welt und hatte halt Angst einzuschlafen, da ich nicht während des Schlafens ersticken wollte. Ich meine das war in dem Moment zwar mehr ein Kopfsache, aber der Kopf spinnt halt manchmal die schlimmsten Geschichten. War halt ganz froh, dass die anderen mir eingeredet haben, dass es echt nur ne reine Kopfsache ist und schließendlich mit der Sauerstoffflasche neben dem Bett konnte ich dann auch einschlafen.
Danach hatte ich nicht mehr so Probleme, ab und zu Kopfschmerzen aber immerhin hatte ich jedes Mal eine Sauerstoffflasche neben dem Bett stehen.
So liebe Leute, werde wie eben angekündigt das Buch Tibet schließen und endlich den Weg frei machen für neue Berichte. Ich hoffe mich zu bessern und Euch häufiger mit meinen Erlebnissen zu texten kann. Also bis dann dann